Donnerstag, 19. April 2018

Sixpack Story Nbr 1 !

Mein  Freund Jeff Roth aus Wichita /Kansas hat sich ein großes Projekt vorgenommen: Er will die weltweit dritte Sechszylinder Indian bauen ! Und das Interessante dabei ist: Die ersten Beiden wurden ebenfalls in Wichita gebaut !
Herb Ottaway's und Bud Cox' Super Six in Davenport
Jeff hat mir vor Jahren seine >>grüne Super X<< verkauft.Und seit dem weiß ich, dass er ein exzellenter Restaurierer ist, der seine Motorräder mit viel Akkribie möglichst original aufbaut. Und er schaut dabei auch über den Rand der amerikanischen Motorräder hinaus. So hat er zB schon BMWs, Triumphs und andere restauriert. Und seit dem Kauf meiner Super X bin ich mit ihm in Kontakt und wir tauschen uns über unser gemeinsames Hobby aus. Er hat mir schon sehr bei dem ein oder anderen Problem geholfen.

Als er mir zum erstenmal von seinem Sechszylinder Projekt erzählt hat dachte ich: Na ja, mal sehen ob er es übers Herz bringt, einen 4-Zylinder Rahmen und ein 4-Zylinder Gehäuse zu zersägen...Inzwischen weiß ich: Ja, er kann es ! ;-) Aber der Reihe nach. Zuerst ein  bisschen Historie.

Die erste 6-Zylinder wurde bereits 1959 durch >>Herb Ottaway<< gebaut. In einigen US Magazinen wurde darüber nach Fertigstellung 1961 berichtet.

Weiter unten gibt's den Rest der Story

Es lohnt sich einfach mal nach Herb zu googlen. Die zweite Six wurde durch seinen Nachbarn (!) Bud Cox 1975 gebaut. Die wurde zuletzt zweimal über >>Mecum Auction<< angeboten und im Januar 2018 auch verkauft.
Herb's 6 Pack fertig für die Hochzeit !

Da muß der Schnitt sein
Bei beiden Maschinen kann man sich darüber streiten, ob das mehr Harley oder mehr Indian ist. Denn das Front- und Backend, der Sitz und noch einige Teile sind HD. Lediglich der Rahmen und der Motor sind Indian. Und das Tankemblem natürlich ;-) Jeff ist wie beschrieben Purist. Und insofern wird seine Six schon sehr viel näher an einer Indian sein. Aber ich will nicht zuviel verraten, denn Jeff wird in loser Reihenfolge die Fortschritte seiner Arbeit hier dokumentieren.
Daraus entseht eine Super Six
Hier also sein erster Beitrag über die Entstehung seiner Super Six. Und das startet natürlich mit der Historie der ersten beiden Sechszylinder. Wohl dem der englisch kann, wenn nicht, ist Google Translate dein Freund (oben rechts im Blog Sprache auswählen.)


I have enjoyed restoring antique motorcycles all my life. I’ve had the pleasure of working on
Harleys, Indians, Excelsiors as well as Triumphs, Nortons and BMWs. Some have been really old
such as a 1909 Indian belt-drive. Others have been as challenging as an 841 Indian shaft-drive.
I took on a real challenge when I decided to build the third-in-the-world inline six-cylinder
Indian.
Herb Ottaway of Wichita, Kansas, my hometown, conceived and created the first Indian sixcylinder.
He figured out where you could cut two Indian Four cases and join them back together
to make a six cylinder Indian engine. He started his project in 1959 according to date stamped
photos of the day, and he was featured in several magazines in 1961 after he completed his
Super Six. 


Later in the 1980’s he taught me my first machinist skills. Google him for the rich
story of his motorcycling life.
Initially Herb tried the girder-style Indian front forks to guide the six but it’s single spring in the
center couldn’t handle the motorcycle’s weight. The Harley Davidson Hydra Glide hydraulic fork
was his eventual choice, which led to Harley fenders and other HD attributes, somewhat to the
disappointment of his Indian motorcycle friends. In 1974 his neighbor Bud “The Old Sage” Cox
built the second six, virtually identical to Herb’s.



Fast forward to 2017: I decided it would be interesting to build the third six-cylinder Indian to
come out of Wichita, Kansas, USA. I bought a basket case Four and reproduction Indian Four
castings to saw up. For the engine I’ve enlisted the help of Mark Hill, of Cannonball, Henderson
and Indian fame. I’ll check in from time to time to share how it’s going.
Jeff Roth






Montag, 9. April 2018

Endlich Frühling !

Endlich geht die Saison los ! So spät bin ich gefühlt noch nie in die Saison gestartet. Obwohl es gab Jahre, da bin ich noch später zu meiner ersten Fahrt aufgebrochen. Also dann doch nicht so aussergewöhnlich. Wobei Klimaerwärumg sollte eigentlich anders aussehen, oder ? ;-)
Aber das war jetzt wirklich das erste Wochenende mit annehmbaren Temperaturen und trockenen, salzfreien Straßen. Hier bei uns im Siegerland hatte ich zum Schluß den Eindruck, dass das Salz noch unbedingt auf die Strasse mußte vor dem Frühling. Da wurde schon bei 1cm Schneefall die Strasse weiß gemacht. :-(
Am Samstag war der Platz am Bigge Grill rappel voll

So sahen das wohl alle anderen Motorradfahrer auch. Jedenfalls war mächtig was los auf den Strassen.

Und wie jedes Jahr muß die erste Fahrt natürlich am >>Bigge-Grill<< vorbei gehen. Das ist nun mal Tradition. Die Ehre der ersten Fahrt hatte dieses Jahr meine 439. Wie ich finde, sind die Indianer der  Baujahre 38-39 mit die schönsten Motorräder, die Indian gebaut hat. Aber kalt war es  noch am Freitag am späten Nachmittag. Von daher hielt sich der Andrang auch im Rahmen.
Noch recht frisch am Freitag un daher genug Platz
Am Samstag dann ne schnelle MT01 Runde mit Kumpel Schorsch gedreht. Die Kiste macht auch Spass. V2  mit 1700ccm und Serie 150Nm Drehmoment. Erstes Ziel war >>Bikers-Rast<< in Dattenfeld im Bergischen Land. Gut besucht, aber nicht proppenvoll. Das war dann anschliessend anders am Bigge-Grill. Mächtig was los und der Platz proppenvoll.
Bikers Rast überschaubar am Samstag

Am Grill war es voll
Am Sonntag gab es dann erstmal ne elektrische 50km Zweirad-Runde. Ja elektrisch. Habe das E-Bike bewegt. Will ich dieses Jahr mal wieder mehr machen. Auftakt also gelungen. Rast gemacht beim >>Hotel Wacker<<. Ist auch was für einen Stopp mit dem Motorrad. Man kann schön in der Sonne auf der Terasse sitzen und hört nicht von jedem Tisch das gleiche Biker-Geschwätz von wegen, was man so alles schon Tolles erlebt hat...
Schlammig war es noch im Wald
Am späten Nachmittag dann nochmal ne Runde um die Bigge. Ist immer schön zu fahren und man kann die Strecke auch gut variieren. Hatte schon ne Meldung von einem Freund, dass das Chaos pur am Grill ausgebrochen sei. Alles zu, nix ging mehr. Als ich dann so gegen 17.00h einen kurzen Stopp mit der WL eingelegt habe, war das aber schon wieder überschaubar. Die WL macht Spass zu fahren. Vor allem wenn es kurvig ist.
Das Motorrad für die Kurven
Das hat richtig gut getan nach dem langen Winter wieder auf dem Bock zu sitzen. Und es war die richtige Entscheidung, nicht auf die Veterama zu fahren und auch die Kärcher-Orgie auf das nächste Wochenende zu  verschieben.

Dann hoffen wir mal auf einen schönen Sommer.